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TRAGEN ALS THERAPIE

Das Tragen von Säuglingen wirkt sich nicht nur positiv auf deren Entwicklung aus, es hat in vielen Fällen auch eine therapeutische Wirkung, ersetzt jedoch auf keinen Fall eine eventuell erforderliche medizinische Betreuung.

"Schreikinder":

Es gibt Säuglinge, die ohne erkennbaren Anlass viel schreien. Häufig ist es „nur“ der Wunsch nach Nähe (Kontaktweinen). Sobald der Säugling dann auf den Arm genommen wird, ist er ruhig. Der Begriff "Tragling" beschreibt diese Babys sehr gut. Das Bedürfnis nach Nähe kann durch längeres Tragen im Tragetuch befriedigt werden. Du wirst feststellen, dass Dein Baby nach einiger Zeit auch in den tragefreien Zeiten ruhiger und zufriedener wird.

Für "Härtefälle", bei denen einfaches Tragen nicht mehr hilft, gibt es spezielle "Schreiambulanzen", in denen geschultes Fachpersonal gezielt auf Säuglinge und Eltern eingeht. Auch viele Hebammen, Kinderärzte und Stillberaterinnen geben zusätzlich "Schreisprechstunden". 

Eine schöne und interessante Seite zu dem Thema finden Sie unter www.trostreich.de

"Blähkinder":

Für Säuglinge ist ein überblähter Bauch besonders unangenehm. Die häufigsten Ursachen dafür sind blähungsfördernde Nahrungsmittel (aufgenommen über die Muttermilch), Stress beim Stillen und das Schlucken von Luft während des Trinkens. Trage Dein Baby nach dem Essen angeschmiegt an Deinem Körper. Dies beruhigt und befriedigt das Bedürfnis des Säuglings nach Körperkontakt. Gleichzeitig wird der Bauch leicht massiert. Es konnte nachgewiesen werden, dass Kinder, die auf diese Weise nach der Mahlzeit versorgt werden, viel seltener nach dem Essen schreien und ebenfalls weniger an Bauchkrämpfen leiden.

"Frühchen":

Frühgeborene werden viel zu früh aus der Wärme und Geborgenheit des Mutterleibes entrissen und haben gerade deswegen ein besonderes Bedürfnis nach Nähe. In den Kliniken, die Frühgeborene behandeln, gehört das „Kanguruhen“ mittlerweile zum Standard. Das „Frühchen“ wird dabei auf die nackte Brust von Mutter oder Vater gelegt. Auch das Tragen im Tragetuch wird in einigen Kliniken bereits praktiziert. Beide Methoden sind eine Form der Beziehungsentwicklung, die das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit befriedigt.

Hüftdysplasie: 

Babys werden in Tragetücher sehr breit gewickelt, dadurch werden ihre Beine in eine Spreiz-Anhock-Haltung gebracht. Die Spreizstellung hat positive Auswirkungen auf die Hüftenwicklung und kann bei einer leichten Hüftdysplasie - zusätzlich zu orthopädischen Maßnahmen – helfen, Fehlstellungen zu mindern und zu korrigieren.

Bei einer starken Hüftdysplasie kann das Tuch - zusätzlich zu einer Spreizhose - als Therapiemittel eingesetzt werden. Für den Säugling ist es besonders im Sommer angenehmer, zwischendurch breit gewickelt getragen zu werden, als den ganzen Tag ein Spreizhose zu tragen.

Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKG-Spalte):

Jährlich kommen knapp 1.600 Kinder mit der LKG-Spalten-Fehlbildung zur Welt. Durch standardisierte Verfahren kann die Spaltenbildung im ersten Lebensjahr erfolgreich operiert werden. Babys mit einer LKG-Spalte werden oft angestarrt. Mit dem Baby-Tragetuch schützt Du Dein Kind. Es wird mit dem Gesicht zu Dir getragen und so vor allzu neugierigen Blicken bewahrt.

Neurodermitis:

Neurodermitis zählt zu den häufigsten Leiden im Kindesalter. Psychischer Stress oder Allergien auf Nahrungsmittel, Pollen, Hausstaub, Tierhaare sind einige Faktoren, die die Erkrankung ausbrechen oder verschlimmern lassen. Auch hier wirkt sich das Tragen im Tuch positiv auf das Wohlbefinden des Babys aus. Es wird viel ruhiger und entspannter und die Symptome können so oft gemildert werden.