HOPPEDIZ - Produktübersicht

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  • Ab wann kann ich mein Baby im Tragetuch tragen?

    Im Prinzip vom 1. Tag an, wenn keine Krankheiten oder körperlichen

    Behinderungen vorliegen. Sollte das der Fall sein, sprechen Sie das Tragen im

    Tragetuch mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten ab.

  • Wie lange kann ich mein Baby im Tragetuch tragen?

    Sie können Ihr Baby so lange tragen, wie es dem Baby und Ihnen gefällt.

    Babys melden sich, wenn sie keine Lust mehr haben und Sie selber merken auch,

    wann Sie genug haben. Frisch entbundene Frauen sollten aber mit kurzen

    Tragezeiten anfangen und diese allmählich steigern, da der Beckenboden oder die

    Kaiserschnittnarbe direkt nach der Geburt noch geschont werden sollen! Wenn Sie

    und Ihr Baby Lust haben, können Sie es bis zu ca. 3 Jahren (nach Bedarf auch

    länger) tragen.

  • Kann ich auch noch mit dem Tragen anfangen, wenn mein Baby schon älter ist?

    Auf jeden Fall! Es kann jedoch sein, dass sich Ihr Baby erst wieder an die

    neue Enge gewöhnen muss. Das verlangt von beiden Seiten manchmal etwas Geduld.

    Auch Sie sollten langsam die Tragezeiten steigern. Je später Sie anfangen,

    desto schwerer ist das Baby und Ihre eigene Muskulatur muss sich erst

    allmählich an das neue Gewicht gewöhnen.

  • Worauf muss ich beim Tragen achten?

    a) Sie sollten nur ein gutes Tragetuch benutzen - diagonale Dehnbarkeit bei

    gewebten Tragetüchern, doppelt umgenähte Kanten, schadstoffgeprüft.

     

    b) Suchen Sie die Farbe aus, die Ihnen gefällt/steht, da ein Tragetuch auch

    modisch ist und zur übrigen Kleidung bzw. zu Ihrem Typ passen sollte. Ansonsten

    landet es schnell in der Ecke oder im Schrank.

     

    c) Das Tuch sollte so stramm gebunden sein, dass Sie nicht mehr das Gefühl

    haben, Sie müssten Ihr Baby zusätzlich mit den Händen stützen/halten.

     

    d) Sie sollten nur die Varianten binden, die dem Entwicklungsstand Ihres

    Babys entsprechen und davon auch nur die, die Ihnen und dem Baby gefallen.

     

    e) Wenn Sie sich „aus dem Bauch heraus“ für das Tragen im Tuch entschieden

    haben, dann sollten Sie auch weiter Ihrer inneren Stimme folgen und sich nicht

    durch Unwissenheit oder Vorurteile davon abbringen lassen.

  • Verwöhne ich mein Kind, wenn ich es zu oft trage?

    Nein! Sie können ein kleines Wesen, das nur durch Schreien (Kontaktweinen)

    auf sich aufmerksam macht, nicht verwöhnen, wenn Sie es tragen. Der Wunsch nach

    Nähe, Kontakt und Geborgenheit ist eines unserer Grundbedürfnisse und sollte

    einfach und selbstverständlich befriedigt werden.

     

    Spätestens, wenn die Kleinen anfangen zu krabbeln oder zu laufen, wollen sie

    nicht mehr so oft in das Tuch. Der natürliche Bewegungsdrang und Entdeckergeist

    sind stärker und es ist ja auch viel spannender, alles auf eigene Faust zu

    entdecken.

  • Ab wann kann ich mein Kind in welcher Variante tragen?

    Wir haben als Richtlinie für die einzelnen Tragevarianten extra keine Monats- oder Wochenangaben angegeben, da jedes Baby seinen eigenen, sehr individuellen Entwicklungsrhythmus hat. Manche Babys können z.B. erst mit 5 Monaten ihr Köpfchen sicher halten und manche schon mit 3 Monaten.

    Aus diesem Grund haben wir die Tragemethoden wie folgt aufgeteilt, wenn keine Krankheiten oder körperliche Behinderungen vorliegen:

    •    Trageweisen, von Anfang an
    •    Trageweisen, wenn das Baby sein Köpfchen sicher alleine halten kann
    •    Trageweisen, wenn das Baby alleine sitzen kann
    •    Trageweisen, wenn das Baby sein Köpfchen sicher alleine halten kann – Für Fortgeschrittene

    Wir möchten auch noch kurz erwähnen, dass sich nicht jedes Baby in jeder Variante wohlfühlt und raten Ihnen deshalb, die beschriebenen Varianten einfach auszuprobieren und dann auch nur diejenigen zu nutzen, die Ihnen und Ihrem Baby gut gefallen.

  • Wie und wo kann ich das Binden lernen?

     

    Zum Einen mit Hilfe unserer Trageanleitung, die jedem HOPPEDIZ®

    Baby-Tragetuch beiliegt. Alle gängigen Bindevarianten sind ausführlich

    beschrieben und bebildert. Es werden immer einige Versuche notwendig sein, bis

    das Binden richtig klappt.

     

     

    Zum Anderen bieten qualifizierte Trageberater/innen Tragetuchkurse an. Eine Liste mit Trageberaterinnen in Ihrer Nähe finden Sie hier!

  • Welche Tuchgröße ist für mich geeignet?

    Die Größe des Tuches richtet sich nach der Größe und dem Gewicht der

    tragenden Person. Dabei ist darauf zu achten, dass das Tuch demjenigen optimal

    passt, der am meisten trägt!

     

    Wenn z.B. eine Frau unter 1,75 m groß oder 70 kg schwer ist, ihr Partner

    aber viel größer und schwerer ist, muss nicht zwangsläufig ein Maxi Tuch her.

    Nur wenn der Partner wirklich viel mitträgt, lohnt sich das Maxi Tuch.

    Ansonsten empfehlen wir das Lange Tuch (ca. 4,60 m). Selbst damit kann ein

    großer Mann (z.B. 1,95 m / 95 kg) noch die einfache X-Trage oder die einfache

    Rückentrage binden.

  • Bekommt das Baby im Tuch genug Luft?

    Ja, wenn Sie darauf achten, dass das Näschen Ihres Babys freiliegt und es

    genügend „frische“ Luft bekommt. Durch Ihre Bewegungen zirkuliert auch die Luft

    im Tuch und sorgt für den Frischluftaustausch. Es ist auch wichtig, die Babys

    im Tuch und evtl. unter einer Jacke nicht zu dick einzupacken, da sie dann eher

    überhitzen als frieren.

  • Ist das Tragen nicht schädlich für den Rücken (des Babys und der Mutter)?

    Fast 10 Monate ist die Wirbelsäule des Säuglings im Bauch der Mutter

    gerundet. Sie muss sich erst langsam strecken (ca. 1-2 Jahre), um die S-Form

    des Erwachsenen zu erhalten. Deshalb muss der Babyrücken im stramm gebundenen

    Tuch auch leicht gerundet sein (durch die Spreiz-Anhock-Haltung). Das ist auf

    jeden Fall besser, als wenn der Rücken nur gerade liegt und „gestreckt“ wird

    oder in schlechten Tragegurten/-hilfen sogar ins Hohlkreuz fällt.

     

     

     

    In folgenden Schritten erreicht die Wirbelsäule eines Säuglings seine

    S-Krümmung:

    1.) Die Halswirbel strecken sich nach oben bzw. vorne, wenn das Baby sein

    Köpfchen halten kann.

     

    2.) Die Brustwirbel strecken sich, wenn das Baby von alleine sitzen kann.


    3.) Die Lendenwirbel tragen das Baby, wenn es anfängt, sich an Gegenständen

    hochzuziehen bzw. zu stehen und zu laufen beginnt.

     

    In den Tragekulturen, in denen viel getragen wird, haben die Menschen

    weniger Rückenprobleme als bei uns. Ich habe unseren Sohn Jan seit der 2. Woche

    getragen, obwohl ich selber eine starke Krümmung der Wirbelsäule (Skoliose)

    habe. Dadurch, dass sich meine Rücken- und Bauchmuskulatur langsam an das

    steigende Gewicht von Jan angepasst hat, war es fast mit einem Rückentraining

    zu vergleichen. In der Zeit, in der ich regelmäßig getragen habe, hatte ich

    weniger Rückenprobleme/-schmerzen.

     

    Wenn Sie akute Rückenprobleme, wie z.B. Bandscheibenvorfälle und Ähnliches

    haben, sprechen Sie auf jeden Fall vor dem Tragen mit Ihrem Orthopäden oder

    Krankengymnasten!